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Posted to users-de@openoffice.apache.org by Christian Palm <ch...@web.de> on 2012/03/09 22:14:46 UTC

Kurze Info

Hallo,

ich denke die mich kennen wissen das ich von OOo gekommen bin. Zu 
LibreOffice gewechselt, aber mehr als enttäuscht wieder zurück gekommen 
bin. Hoffe hier in der Liste denken wir mehr daran anderen zu helfen.

Gruß
Christian

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Re: Kurze Info

Posted by Robert Großkopf <ro...@familiegrosskopf.de>.
Hallo David,
> 
> ich als Nichtprogrammierer aber sehr intensiver Nutzer und Trainer von
> OpenOffice bin überzeugt, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast.
> Es wird bestimmt ein steiniger Weg sein, OpenOffice wieder zu etablieren,
> bin aber optimistisch. Wäre schön, wenn sagen wir in ca. einem Jahr die
> Linux-Distributionen zumindest die Wahl bieten würden zwischen beiden, und
> bei updates nicht automatisch auf LO umsteigen.

Ich habe bei meiner Distribution auch zu OpenOffice-Zeiten als ersten
Schritt immer das mitgebrachte Office-Paket deinstalliert und meine
Lieblingsversion im Original aufgespielt. Die Updates können schließlich
geblockt werden, die eigene Wahl mit den Installationsdateien in einem
Verzeichnis auf Deinem Rechner liegen - bei einer Netzwerkinstallation
auf dem Server.

Bei mir arbeiten zur Zeit OOo 3.3, LO 3.3.4 und LO 3.5.1 RC2 einträchtig
nebeneinander auf einer Platte.

Und da die meisten Fragen zu einem der Office-Pakete doch identisch sind
ist es mir ziemlich gleich, auf welcher Liste ich mich beteilige.

Gruß

Robert

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Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo,

 Christian Palm schrieb:
> Am 11.03.2012 13:59, schrieb Jörg Schmidt:
> > Hallo,
> >
> >   Christian Palm schrieb:
> >> Am 10.03.2012 11:03, schrieb Jörg Schmidt:
> >>> Hallo,
> >>>
> >>>    Christian Palm schrieb:
> >>>>> ... denn OOo wurde unter Linux nie durch LO ersetzt,
> >>>> da muss ich Dir ein kleines bisschen widersprechen.
> >>> Bitte, gerne
> >>>
> >>>> Kann
> >>>> natürlich genau
> >>>> an dieser einen Distribution, Ubuntu 11.0 (Derivat?), denn ...
> >> Das ist doch auch Linux.
> >>
> >> Bei dem anderen mit lernen gebe ich Dir Recht.
> > Und das heißt jetzt WAS?
> 
> Klar muß man da das andere was dazu gesagt wurde auch gelesen haben.
> Er spricht von Lunix

Und WER ist "er"? In Deiner ganzen 'Zitatkette' taucht außer Dir und mir niemand
auf.

> und ich an sich auch und fragt mich dann 
> was meine 
> Antwort soll.

Wer hat Dich das denn gefragt? Ich denke mal ich, nur habe ich eben überhaupt
garnichts zu Linux gesagt, weswegen mir weiterhin nicht klar ist worauf sich Deine
Antwort bezieht.

> Da ich an sich nur darauf was zu antworten hatte habe ich den 
> Rest gelöscht.

Das entbindet Dich aber nicht davon verständlich zu zitieren, damit die Mitlesere
hier wissen auf was Du Dich beziehst.


Gruß
Jörg


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Re: Kurze Info

Posted by Christian Palm <ch...@web.de>.
Hallo,

Am 11.03.2012 13:59, schrieb Jörg Schmidt:
> Hallo,
>
>   Christian Palm schrieb:
>> Am 10.03.2012 11:03, schrieb Jörg Schmidt:
>>> Hallo,
>>>
>>>    Christian Palm schrieb:
>>>>> ... denn OOo wurde unter Linux nie durch LO ersetzt,
>>>> da muss ich Dir ein kleines bisschen widersprechen.
>>> Bitte, gerne
>>>
>>>> Kann
>>>> natürlich genau
>>>> an dieser einen Distribution, Ubuntu 11.0 (Derivat?), denn ...
>> Das ist doch auch Linux.
>>
>> Bei dem anderen mit lernen gebe ich Dir Recht.
> Und das heißt jetzt WAS?

Klar muß man da das andere was dazu gesagt wurde auch gelesen haben.
Er spricht von Lunix und ich an sich auch und fragt mich dann was meine 
Antwort soll.
Da ich an sich nur darauf was zu antworten hatte habe ich den Rest gelöscht.

Gruß
Christian

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Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo,

 Christian Palm schrieb:
> Am 10.03.2012 11:03, schrieb Jörg Schmidt:
> > Hallo,
> >
> >   Christian Palm schrieb:
> >>> ... denn OOo wurde unter Linux nie durch LO ersetzt,
> >> da muss ich Dir ein kleines bisschen widersprechen.
> > Bitte, gerne
> >
> >> Kann
> >> natürlich genau
> >> an dieser einen Distribution, Ubuntu 11.0 (Derivat?), denn ...
> 
> Das ist doch auch Linux.
> 
> Bei dem anderen mit lernen gebe ich Dir Recht.

Und das heißt jetzt WAS?

Du, zitierst einen Text den *DU* geschrieben hast und gibt’s darauf eine Antwort
die niemand (zumindest ich nicht) versteht!?


Gruß
Jörg 


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Re: Kurze Info

Posted by Christian Palm <ch...@web.de>.
Hallo

Am 10.03.2012 19:05, schrieb David Paenson:
> ...
> Passagen gelöscht. Die LO-Leute meinten dazu, Bugs können ja mal passieren,
> es wäre aber nicht so schlimm, denn mit einem späteren Release würden sie
> ja behoben.

Bei mir war es Calc mit der selbe Rückmeldung von LO

Gruß
Christian

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Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo,

Wolfgang Jäth schrieb:  
> > "unverantwortlich"?
> > Dann solltest Du grundsätzlich eher keine Freie Software 
> benutzen, denn das es für
> > freie Software keinerlei Haftung für Fehler gibt, steht in 
> faktisch jeder Lizenz.
> 
> Das hat mit Freier Software o. ä. gar nix zu tun. 

Doch

> Bananaware ist bei
> kommerzieller Software mindestens genauso wenn nicht sogar noch viel
> weiter verbreitet.

Na sicher, nur ändert das ja überhaupt nichts an der Tatsache das freie Lizenzen
generell [1] einen Haftungsausschluß enthalten, Lizenzen für propritäre Software
hingegen nur aufgrund des Willens deren Herstellers. [2]
Der Unterschied hierbei ist einfach das der rechtsformale Ausschluß jeglicher
Gewährleistungsansprüche praktisch  Bestandteil jeder OSS-Lizenz ist, hingegen
keinesfalls jeder propritären Lizenz. (streng gesagt wirst Du Dich bei propritärer
Software rein rechtsformal, zumindest in DE, nicht einmal völlig haftungsfrei
stellen können, selbst wenn Du das willst)

[1]
"generell" schreib ich hier weil es sich so besser argumentiert, sachlich müßte
ich vielleicht schreiben "fast immer" nur offen gesagt ist mir keine anerkannte
OSS-Lizenz ohne Haftungsausschluß bekannt.

[2]
Ich z.B. bin teils auch Ersteller von propritärer Software und, je nach konkretem
Vertrag, geb ich meinen Kunden darauf auch Garantie.
Praktisch kann das z.B. heißen das ich für den Kunden eine Office-Anwendung nach
Pflichtenheft entwickle und vertraglich zusichere nötigen Support oder
Fehlerkorrekturen für 12 Monate kostenlos zu leisten. 

Genauso schreibe ich aber auch Software unter freier Lizenz und da ist diese
Garantie eben nicht in der Lizenz enthalten. (Ich kann über die Lizenz hinaus auch
hier Garantie übernehmen, nur ist das eben nicht Teil der OSS-Lizenz.)
Praktisch heißt das das Du mich zwar gerne bitten kannst das ich Fehler in
http://www.calc-info.de/makros.htm#mottco beseitigen soll, falls dir dort ein
Fehler auffällt. Darauf das ich Deiner Aufforderung auch nachkomme hast Du jedoch
keinen Anspruch.
Wenn Du für dieses Makro Garantie willst, wirst Du mit mir eine gesonderte
Vereinbarung dazu treffen müssen. 


In der Praxis wirst Du sogar feststellen das kleine Firmen diese Möglichkeiten von
OSS-Lizenzen für sich nutzen, denn zwar ist, nach meinem Kenntnisstand, die Frage
der Produkthaftungsfreistellung für OSS nicht vollens geklärt [3], jedoch gibt es
genügend Urteile die immer wieder die Rechtsgültigkeit von OSS-Lizenzen
bekräftigen und somit wird die Haftung faktisch indirekt beschränkt.

[3]
Siehe z.B.:
http://www.campussource.de/opensource/docs/cs_siepmann2.pdf

 



Gruß
Jörg


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Re: Kurze Info

Posted by Wolfgang Jäth <ja...@arcor.de>.
Am 11.03.2012 10:42, schrieb Jörg Schmidt:
> 
>  David Paenson schrieb:
>> Die LO-Leute meinten dazu, Bugs können ja 
>> mal passieren,
>> es wäre aber nicht so schlimm, denn mit einem späteren 
>> Release würden sie
>> ja behoben. Das finde ich nach wie vor unverantwortlich. 
> 
> "unverantwortlich"?
> Dann solltest Du grundsätzlich eher keine Freie Software benutzen, denn das es für
> freie Software keinerlei Haftung für Fehler gibt, steht in faktisch jeder Lizenz.

Das hat mit Freier Software o. ä. gar nix zu tun. Bananaware[1] ist bei
kommerzieller Software mindestens genauso wenn nicht sogar noch viel
weiter verbreitet.

[1] 'reift beim Kunden'

> Treffe ich damit eine Negativaussage über Freie Software?
> Nein, im Gegenteil gefällt mir die Ehrlichkeit das bei freier Software so offen
> mit der Situation umgegangen wird, denn als normaler Endnutzer bekomme ich bei
> propritärer Software möglicherweise blumige Versprechungen aber die Chance diese
> durchgesetzt zu bekommen stehen ziemlich schlecht.

Full ACK.

Wolfgang
-- 


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Re: Kurze Info

Posted by Hans-Martin Rappold <hm...@yahoo.de>.
Hallo Dave,
>
> Als Programmierer würde ich nicht dazu sagen: "Pech für dich, das ist doch
> freie Software, und wir übernehmen keine Verantwortung. Hättest du wissen
> sollen." Ich meine, für wen schreibt man solche tolle Software? Oder für
> was? Doch nicht für Menschen, die nichts besseres zu tun haben, als neue
> Bugs anzumelden.

Das Problem ist, es gibt keine wirklich fehlerfreie Software.
Ich habe vor Jahren in einem Entwicklerteam mitgearbeitet bei einer 
Datenbank (VBA-Programmierung von MS-Acess unter Win NT).
Das Team hat einen Monat allein damit zu tun gehabt die Bugs von Windows 
und der Datenbank zu erkennen und zu umschiffen.
Und das waren MS Produkte.
Nette Effekte hatte ich auch bei einer Flash-Programmierung.

Es gab mal eine Faustregel: in einer Seite Programmquelltext steckt im 
Schnitt ein Fehler. Das gilt für das Betriebssystem und das 
Entwicklerwerkzeug, dazu kommen die eigenen Fehler.

>
> Das habe ich nicht getan, sondern bin unter Linux zurück zu OO 3.2 gekehrt
> und unter Windows bei 3.3 vorerst geblieben - und kann damit *produktiv*
> und *zuverlässig* arbeiten.
>
Ich halte es für vernünftigt nicht immer gleich das neueste haben zu 
wollen, wenn ich mit einer Version arbeiten kann und zufrieden bin habe 
ich auch keinen Grund für ein Update.
Das war auch zu MS-DOS Zeiten schon so, DOS 3.3 war das mit den 
wenigsten Problemen.
Außerdem hatte ich ein Programm welches fehlerfrei lief bis ich ein 
Windows-Update gemacht habe.

Grüße
	Hans-Martin

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Re: Generelles zu LO war: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo,

 Christian Palm schrieb:
> Ich finde Du verteidigst an der Falschen Stelle.

Ich nicht

> Doch sollte ich immer einen Plan haben damit ich mit keinen 
> Bug einbaue, 
> weil ich was ändere und in einem anderen Teil damit den Bug 
> erst verursache.

Du programmierst selbst? Du kannst das beurteilen? Du hast einen solchen Plan?
Dann erhelle uns mit Deiner Weisheit, ansonsten höre auf Deine persönliche
Abneigung gegen LO hier in die Liste zu tragen.



Gruß
Jörg


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Re: Generelles zu LO war: Kurze Info

Posted by Christian Palm <ch...@web.de>.
Hallo,

Am 11.03.2012 21:53, schrieb Raphael Bircher:
> Hallo David
>
> Auch wenn ich ein scharfer Kritiker bin der LO Qualität, muss ich hier
> LO verteidigen.

Ich finde Du verteidigst an der Falschen Stelle.
> Solche Fehler sind gar nicht so leicht zu finden, und es
> könnte auch uns erwischen. Der Korrekturmodus braucht vermutlich keine
> 1% der Anwender. So wichtig die Funktion für Übersetzer ist, in OOo ist
> es keine Schlüsselfunktion. Die Zeit reicht nie aus, um ganz OOo manuell
> zu testen. Deswegen konzentrieren sich QAler auf die Schlüssel
> funktionen. Andere Funktionen teste ich zum Beispiel nur, wenn ein
> konkreter Grund vor liegt, und testen heisst dann noch nicht, dass man
> die Bugs auch findet. Da gehört auch ein geschicktes Händchen und eine
> gehörige Portion Glück dazu. Von daher wäre es mir ganz Sympathisch,
> wenn du (oder besser alle) die funktionen die du heufig brauchst mal mit
> einer AOO Testversion durchcheckst.

Doch sollte ich immer einen Plan haben damit ich mit keinen Bug einbaue, 
weil ich was ändere und in einem anderen Teil damit den Bug erst verursache.
> Und dass solche Fehler grundsätzlich nicht in ein Release gehören, gebe
> ich dir vollkommen recht. Aber eben 100 % Verhindern kann man sie nicht.
>
> Noch eine Bitte an alle. Bitte zieht hier nicht über andere Programme
> und Firmen her. Weder LO noch MS. Wir mögen zwar Lob, aber das geht doch
> auch ohne über die anderen herzuziehen, nicht? Das ist ein Niveau auf
> das ich mich nicht fallen lassen will.

Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Ich bin der Meinung der Fehler liegt 
nur ganz am Rand bei dem Programm. Mehr liegt es an ungeschicktem Marketing.

Gruß
Christian

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Re: Kurze Info

Posted by Raphael Bircher <r....@gmx.ch>.
Hallo David

Auch wenn ich ein scharfer Kritiker bin der LO Qualität, muss ich hier
LO verteidigen. Solche Fehler sind gar nicht so leicht zu finden, und es
könnte auch uns erwischen. Der Korrekturmodus braucht vermutlich keine
1% der Anwender. So wichtig die Funktion für Übersetzer ist, in OOo ist
es keine Schlüsselfunktion. Die Zeit reicht nie aus, um ganz OOo manuell
zu testen. Deswegen konzentrieren sich QAler auf die Schlüssel
funktionen. Andere Funktionen teste ich zum Beispiel nur, wenn ein
konkreter Grund vor liegt, und testen heisst dann noch nicht, dass man
die Bugs auch findet. Da gehört auch ein geschicktes Händchen und eine
gehörige Portion Glück dazu. Von daher wäre es mir ganz Sympathisch,
wenn du (oder besser alle) die funktionen die du heufig brauchst mal mit
einer AOO Testversion durchcheckst.

Und dass solche Fehler grundsätzlich nicht in ein Release gehören, gebe
ich dir vollkommen recht. Aber eben 100 % Verhindern kann man sie nicht.

Noch eine Bitte an alle. Bitte zieht hier nicht über andere Programme
und Firmen her. Weder LO noch MS. Wir mögen zwar Lob, aber das geht doch
auch ohne über die anderen herzuziehen, nicht? Das ist ein Niveau auf
das ich mich nicht fallen lassen will.

Gruss Raphael



Am 11.03.12 19:56, schrieb David Paenson:
> Hallo Jörg,
>
> Danke für deine ausführliche Antwort. An einer Stelle schreibst du aber:
> "Als Entwickler würde ich das auch nicht unbedingt sagen, nur wäre ich als
> Anwender auch nicht so naiv zu glauben das Entwicklern automatisch um meine
> Bedürfnisse gehen muß." Das erwarte ich doch nicht. Es geht hier a) um eine
> Funktion, die jahrelang gute Dienste geleistet hat und nicht um gesonderte
> Bedürfnisse von mir b) um eine in meinen Augen sehr abweisende Antwort von
> LO. Natürlich können Fehler passieren - ich programmiere auch rum und
> produziere immer wieder Fehler. Mit dem Unterschied, dass ich sie ausbaden
> muss, und nicht zigtausende da draußen. OO wird an MS gemessen - das ist
> jedenfalls Fakt. Ich habe die allerneueste MS-Word getestet. Es ist in der
> Menüführung grottenschlecht, hat überhaupt keine stringente Logik. Das mag
> für eine Geburtstagseinladung reichen. Ich sehe das doch tagein tagaus
> anhand unserer Studierenden an unserem Fachbereich. MS benutzen sie in
> aller Regel als Schreibmaschine, OO benutzen sie - zugegeben nach einigem
> Coaching durch mich - mit allen wichtigen Funktioanlitäten. Wenn OO
> kleinere Bugs hat, ist das zu verkraften, aber größere Bugs, die ganze
> Textteile schlucken, sind eben nicht zu verkraften.
>
> Best
> Dave
>
>
> 2012/3/11 Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>
>


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Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo,

David Paenson schrieb: 
> Es geht 
> hier a) um eine
> Funktion, die jahrelang gute Dienste geleistet hat und nicht 
> um gesonderte
> Bedürfnisse von mir 

Ja, das war mir schon klar.

> b) um eine in meinen Augen sehr 
> abweisende Antwort von
> LO. 

Ja eben, hätte man Dir Honig ums Maul geschmiert, und gleichzeitig trotzdem auch
nichts getan, würdest Du ganz anders reden (stimmt, reine Unterstellung).
 
> Natürlich können Fehler passieren - ich programmiere auch rum und
> produziere immer wieder Fehler. Mit dem Unterschied, dass ich 
> sie ausbaden
> muss, und nicht zigtausende da draußen. 

und deswegen müßten doch nun bitte die LO-Programmierer dringend einsehen das ...
Oh, Moment ... die Lizenz sagt ja garnichts von 'müssen' ...

Besser gesagt: warum begreifst Du nicht einfach das auch Programmierer freier
Software keine Übermenschen sind, die immer alles richtig machen und die keinerlei
Eigeninteressen kennen.

> MS benutzen sie in
> aller Regel als Schreibmaschine, OO benutzen sie - zugegeben 
> nach einigem
> Coaching durch mich - mit allen wichtigen Funktioanlitäten. 

Und nun meinst Du das das nur mit OOo ginge und glaubst nicht daran das man die
Leute auch bzgl. Der Verwendung von MS Office coachen könnte ... ja, 'verstehe'.

Du wirst lachen, nur auch ich war einmal einer derjenigen die MSO als
Schreibmaschine benutzt haben und als ich dann OOo kennen und bedienen lernte
merkte ich wie 'blöd' ich vorher MSO genutzt hatte, ich merkte aber auch das das
nur mein Unwissen und nicht Schuld des Programms ist und heutzutage kann ich, weil
ich es durch OOo gelernt habe, plötzlich auch mit MSO vernünftig umgehen.



Gruß
Jörg



Weißt Du, ich wäre nicht hier und ich hätte nicht ehrenamtlich über 6 Jahre für
OOo gearbeitet und würde nicht heutzutage beruflich mein Geld mit Support und
Migrationsunterstützung zu OOo/LO verdienen, wenn ich denn nichts von dieser
Software hielte.
Allerdings habe ich gelernt zu unterscheiden zwischen Gefühlen und Realitäten und
ich habe gelernt zu verstehen das es freier Software überhaupt nichts nutzt sie,
oder ihre Macher, überhöht darzustellen und propritäre Software als generell
schlecht und ihre Nutzer als naive Dummköpfe.

Würdest Du Dich genau umsehen, wüßtest Du z.B. das MS Office heutzutage viel
besser dasteht als noch vor einigen Jahren, da MS den Druck von OOo ernst genommen
und reagiert hat. 

Letzteres scheint mit im Übrigen ein generelles Problem vieler
freier-Software-Ideologen zu sein, die anscheinend gehofft hatten MS würde so
unflexibel sein nichts zu verbessern und lieber freiwillig unterzugehen, zumal ja
MS ein böser, böser kapitalistischer Konzern ist - was diese Leute bis heute nicht
begriffen haben ist das es gerade ein Prinzip von bösen Konzernen ist flexibel zu
sein und keine Vorbehalte zu kennen wenn es um den wirtschaftlichen Vorteil geht.

So gesehen freue ich mich klammheimlich über die Erfolge freier Software im
Portfolio von einstmals rein auf propritäre Software orientierten Konzernen, denn
ich begrüße die Verbreitung freier Software in jeder Form und gehöre nicht zu
denjenigen die Wasser predigen ('freie Software ist gut ...') und Wein trinken
('... aber nur wenn damit MS geschadet werden kann').



 
 


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Re: Kurze Info

Posted by David Paenson <da...@googlemail.com>.
Hallo Jörg,

Danke für deine ausführliche Antwort. An einer Stelle schreibst du aber:
"Als Entwickler würde ich das auch nicht unbedingt sagen, nur wäre ich als
Anwender auch nicht so naiv zu glauben das Entwicklern automatisch um meine
Bedürfnisse gehen muß." Das erwarte ich doch nicht. Es geht hier a) um eine
Funktion, die jahrelang gute Dienste geleistet hat und nicht um gesonderte
Bedürfnisse von mir b) um eine in meinen Augen sehr abweisende Antwort von
LO. Natürlich können Fehler passieren - ich programmiere auch rum und
produziere immer wieder Fehler. Mit dem Unterschied, dass ich sie ausbaden
muss, und nicht zigtausende da draußen. OO wird an MS gemessen - das ist
jedenfalls Fakt. Ich habe die allerneueste MS-Word getestet. Es ist in der
Menüführung grottenschlecht, hat überhaupt keine stringente Logik. Das mag
für eine Geburtstagseinladung reichen. Ich sehe das doch tagein tagaus
anhand unserer Studierenden an unserem Fachbereich. MS benutzen sie in
aller Regel als Schreibmaschine, OO benutzen sie - zugegeben nach einigem
Coaching durch mich - mit allen wichtigen Funktioanlitäten. Wenn OO
kleinere Bugs hat, ist das zu verkraften, aber größere Bugs, die ganze
Textteile schlucken, sind eben nicht zu verkraften.

Best
Dave


2012/3/11 Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>

> Hallo David,
>
>  David Paenson schrieb:
> > da muss ich dir widersprechen. OOo ist einfach 1000x besser
> > als MS Word.
>
> Ich erinnere mich nicht Gegenteiliges geschrieben zu haben.
>
> Auch glaube ich nicht das man das so ganz pauschal beurteilen kann, wenn
> ichs aber
> doch tue komme ich zu der Erkenntnis das, nach Querelen von MS Office 2000
> etc.,
> spätestens mit MS Office 2010 ein sehr gleichwertiger Konkurrent zu OOo im
> Ring
> steht, denn in allen Punkten wo OOo früher überlegen war (insbesondere in
> Fragen
> der Stabilität und Bedienung bei größeren Dokumenten) hat MSO 2010
> aufgeschlossen.
>
> > Der Punkt ist doch, dass diese Funktion (Korrekturmodus) über
> > viele Jahre
> > hinweg absolut zuverlässig funktioniert hat, so dass man
> > schließlich sich
> > darauf verlässt. Ist doch logisch, oder? Und dann nach einem
> > Update  auf LO
> > vermasselt mir das Programm meinen Text - schlimmer noch, löscht ganze
> > Passagen!
> >
> > Als Programmierer würde ich nicht dazu sagen: "Pech für dich,
> > das ist doch
> > freie Software, und wir übernehmen keine Verantwortung.
> > Hättest du wissen
> > sollen."
>
> Als Entwickler würde ich das auch nicht unbedingt sagen, nur wäre ich als
> Anwender
> auch nicht so naiv zu glauben das Entwicklern automatisch um meine
> Bedürfnisse
> gehen muß.
>
> > Ich meine, für wen schreibt man solche tolle
> > Software? Oder für
> > was? Doch nicht für Menschen, die nichts besseres zu tun
> > haben, als neue
> > Bugs anzumelden.
>
> c
>
> Im Spektrum der Ziele von Entwicklern freier Software ist in der Realität
> die
> gesamte Bandbreite vertreten von: 'ich schreibe Software für meine Zwecke,
> Interessen Dritter spielen keine Rolle' bis hin zur Auffassung: 'der
> Anwender
> steht im Mittelpunkt'.
>
> Du wirst beispielswise bei der Linux-Community Entwickler finden die dir
> klipp und
> klar sagen das es ihnen schlichtweg egal ist ob Dritte Linux benutzen oder
> wie
> deren Ansprüche sind, sondern das er ihr Ziel ist Linux für sich selbst
> und für
> Gleichgesinnte zu verbessern und man z.B. auch garkeine besonderen Wert
> darauf
> legt ob das der weiteren Marktverbreitung von Linux nutzt oder nicht.
>
> Diese Position mag Dir merkwürdig oder sogar falsch vorkommen, auch ist es
> nicht
> die meinige Position (denn ich lege Wert darauf das sich OSS am Markt
> verbreitet),
> gleichwohl ist es das gute Recvht der Entwickler so zu denken und es ist
> auch, in
> gewisser Hinsicht, eine höchst konsequente Position.
>
> > Unter Apache gehe ich sehr davon aus, dass mit der gewohnten
> > Sorgfalt mit
> > neuen Releases umgegangen wird.
>
> Und warum? Aufgrund eines 'Gefühls'?
>
> Was ist es für eine Position zu glauben das wenn Du von einem Projekt (LO)
> enttäuscht bist deswegen nun automatisch ein anderes Projekt (AOO) besser
> wäre.
> Ja, das _kann_ sein, nur das muß nicht sein und Deine Argumentation ist
> keine
> Inhaltliche sondern nur ein persönliches Gefühl.
>
>
> Ich bin leider ziemlich sicher das mich obige Aussagen Deine Sympathie
> kosten,
> aber das muß ich in Kauf nehmen.
> Was mich betrübt ist jedoch die zunehmende Erkenntnis das normal zu sein
> scheint
> in 'Schubladen' zu denken und auch in der OSS-Community kein Platz ist für
> Zwischentöne, sondern auch hier gilt das kritsches Denken unerwünscht ist
> und das
> nachdenkliche Mitstreiter eher als Gegner denn als Unterstützer gesehen
> werden.
>
>
>
> Gruß
> Jörg
>
>
> ---------------------------------------------------------------------
>
> Abmelden von der Mailingliste:
> ooo-users-de-unsubscribe@incubator.apache.org
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>
> To unsubscribe, e-mail: ooo-users-de-unsubscribe@incubator.apache.org
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>
>

Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo David,

 David Paenson schrieb:
> da muss ich dir widersprechen. OOo ist einfach 1000x besser 
> als MS Word.

Ich erinnere mich nicht Gegenteiliges geschrieben zu haben.

Auch glaube ich nicht das man das so ganz pauschal beurteilen kann, wenn ichs aber
doch tue komme ich zu der Erkenntnis das, nach Querelen von MS Office 2000 etc.,
spätestens mit MS Office 2010 ein sehr gleichwertiger Konkurrent zu OOo im Ring
steht, denn in allen Punkten wo OOo früher überlegen war (insbesondere in Fragen
der Stabilität und Bedienung bei größeren Dokumenten) hat MSO 2010 aufgeschlossen.

> Der Punkt ist doch, dass diese Funktion (Korrekturmodus) über 
> viele Jahre
> hinweg absolut zuverlässig funktioniert hat, so dass man 
> schließlich sich
> darauf verlässt. Ist doch logisch, oder? Und dann nach einem 
> Update  auf LO
> vermasselt mir das Programm meinen Text - schlimmer noch, löscht ganze
> Passagen!
> 
> Als Programmierer würde ich nicht dazu sagen: "Pech für dich, 
> das ist doch
> freie Software, und wir übernehmen keine Verantwortung. 
> Hättest du wissen
> sollen." 

Als Entwickler würde ich das auch nicht unbedingt sagen, nur wäre ich als Anwender
auch nicht so naiv zu glauben das Entwicklern automatisch um meine Bedürfnisse
gehen muß.

> Ich meine, für wen schreibt man solche tolle 
> Software? Oder für
> was? Doch nicht für Menschen, die nichts besseres zu tun 
> haben, als neue
> Bugs anzumelden.

Genau das ist aber eben die Frage. Falls Du glaubst Entwickler freier Software
schrieben _automatisch_ Software mit Blick auf Deine Interessen als Nutzer, bist
Du etwas schlecht informiert.

Im Spektrum der Ziele von Entwicklern freier Software ist in der Realität die
gesamte Bandbreite vertreten von: 'ich schreibe Software für meine Zwecke,
Interessen Dritter spielen keine Rolle' bis hin zur Auffassung: 'der Anwender
steht im Mittelpunkt'. 

Du wirst beispielswise bei der Linux-Community Entwickler finden die dir klipp und
klar sagen das es ihnen schlichtweg egal ist ob Dritte Linux benutzen oder wie
deren Ansprüche sind, sondern das er ihr Ziel ist Linux für sich selbst und für
Gleichgesinnte zu verbessern und man z.B. auch garkeine besonderen Wert darauf
legt ob das der weiteren Marktverbreitung von Linux nutzt oder nicht.

Diese Position mag Dir merkwürdig oder sogar falsch vorkommen, auch ist es nicht
die meinige Position (denn ich lege Wert darauf das sich OSS am Markt verbreitet),
gleichwohl ist es das gute Recvht der Entwickler so zu denken und es ist auch, in
gewisser Hinsicht, eine höchst konsequente Position.

> Unter Apache gehe ich sehr davon aus, dass mit der gewohnten 
> Sorgfalt mit
> neuen Releases umgegangen wird. 

Und warum? Aufgrund eines 'Gefühls'?

Was ist es für eine Position zu glauben das wenn Du von einem Projekt (LO)
enttäuscht bist deswegen nun automatisch ein anderes Projekt (AOO) besser wäre.
Ja, das _kann_ sein, nur das muß nicht sein und Deine Argumentation ist keine
Inhaltliche sondern nur ein persönliches Gefühl.


Ich bin leider ziemlich sicher das mich obige Aussagen Deine Sympathie kosten,
aber das muß ich in Kauf nehmen.
Was mich betrübt ist jedoch die zunehmende Erkenntnis das normal zu sein scheint
in 'Schubladen' zu denken und auch in der OSS-Community kein Platz ist für
Zwischentöne, sondern auch hier gilt das kritsches Denken unerwünscht ist und das
nachdenkliche Mitstreiter eher als Gegner denn als Unterstützer gesehen werden.



Gruß
Jörg


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Re: Kurze Info

Posted by David Paenson <da...@googlemail.com>.
Hi Jörg,

da muss ich dir widersprechen. OOo ist einfach 1000x besser als MS Word.
Früher hatte ich WordPerfect 15 Jahre mit Freude benutzt.

Nun, rechtlich natürlich nimmt freie Software keine Verantwortung, sicher.
Aber glaubst du im Ernst, MS Office würde irgendeine Verantwortung
übernehmen?

Der Punkt ist doch, dass diese Funktion (Korrekturmodus) über viele Jahre
hinweg absolut zuverlässig funktioniert hat, so dass man schließlich sich
darauf verlässt. Ist doch logisch, oder? Und dann nach einem Update  auf LO
vermasselt mir das Programm meinen Text - schlimmer noch, löscht ganze
Passagen!

Als Programmierer würde ich nicht dazu sagen: "Pech für dich, das ist doch
freie Software, und wir übernehmen keine Verantwortung. Hättest du wissen
sollen." Ich meine, für wen schreibt man solche tolle Software? Oder für
was? Doch nicht für Menschen, die nichts besseres zu tun haben, als neue
Bugs anzumelden.

Wenn Microsoft das Ziel verfolgte, eine erfolgreiche freie Software wie
OpenOffice, die zunehmend in Behörden, an Universitäten und sogar in der
Wirtschaft Verwendung findet, den Garaus zu bereiten, wäre ihnen sicher
kein besserer Weg eingefallen, als solche schwerwiegende Bugs einschleißen
zu lassen. Das wirkt so erschreckend, dass man versucht ist, doch zu dem
(deutlich schlechter handzuhabenden) MS Office zu greifen.

Das habe ich nicht getan, sondern bin unter Linux zurück zu OO 3.2 gekehrt
und unter Windows bei 3.3 vorerst geblieben - und kann damit *produktiv*
und *zuverlässig* arbeiten.

Unter Apache gehe ich sehr davon aus, dass mit der gewohnten Sorgfalt mit
neuen Releases umgegangen wird. Tausendmal besser, ein halbes Jahr oder
sogar noch viel länger auf neue Features zu warten, und ein sicheres Gefühl
zu haben, man arbeitet mit zuverlässiger Software, als viermal im Jahr was
neues auf dem Rechner zu haben - mit neuen Bugs, die ich dann gnädigerweise
anmelden darf.

Viele Grüße
Dave

2012/3/11 Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>

> Hallo,
>
>  David Paenson schrieb:
> > Die LO-Leute meinten dazu, Bugs können ja
> > mal passieren,
> > es wäre aber nicht so schlimm, denn mit einem späteren
> > Release würden sie
> > ja behoben. Das finde ich nach wie vor unverantwortlich.
>
> "unverantwortlich"?
> Dann solltest Du grundsätzlich eher keine Freie Software benutzen, denn
> das es für
> freie Software keinerlei Haftung für Fehler gibt, steht in faktisch jeder
> Lizenz.
> Mag sein das vielleicht die Wortwahl einiger Entwickler nicht die Beste
> war, nur
> haben sie inhaltlich doch Recht.
> Genauso hättest Du Recht wenn Du Dich für Dich selbst entscheidest das Dir
> Software zu solchen Lizenzbedingungen zu unsicher ist, dann meide sie
> einfach.
>
> Treffe ich damit eine Negativaussage über Freie Software?
> Nein, im Gegenteil gefällt mir die Ehrlichkeit das bei freier Software so
> offen
> mit der Situation umgegangen wird, denn als normaler Endnutzer bekomme ich
> bei
> propritärer Software möglicherweise blumige Versprechungen aber die Chance
> diese
> durchgesetzt zu bekommen stehen ziemlich schlecht.
>
>
>
> Gruß
> Jörg
>
>
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>
>

Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo,

 RA Stehmann schrieb:
> [...]

Alles das ist unbestritten, war aber nicht mein Thema, ich rede die ganze Zeit
über VERBINDLICHE Rechte und nicht rechtsunverbindliche Gepflogenheiten einzelner
Projekte.

Gerade das sich OSS-Lizenzen hier entscheiden klar zu sagen das man
Haftung/Gewährleistung auschließt finde ich fair und sauber.
Mir fällt dabei immer ein Werbespruch einer Firma ein, die ich hier nicht nennen
will, der da (sinngemäß) lautet:

'Wir meinen genau was wir sagen. Kein Kleingedrucktes. Keine Diskussion.'  




Gruß
Jörg



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Re: Kurze Info

Posted by RA Stehmann <an...@rechtsanwalt-stehmann.de>.
Jörg Schmidt schrieb:
> Hallo,
> 
>  David Paenson schrieb:
>> Die LO-Leute meinten dazu, Bugs können ja 
>> mal passieren,
>> es wäre aber nicht so schlimm, denn mit einem späteren 
>> Release würden sie
>> ja behoben. Das finde ich nach wie vor unverantwortlich. 
> 
> "unverantwortlich"?
> Dann solltest Du grundsätzlich eher keine Freie Software benutzen, denn das es für
> freie Software keinerlei Haftung für Fehler gibt, steht in faktisch jeder Lizenz.
> Mag sein das vielleicht die Wortwahl einiger Entwickler nicht die Beste war, nur
> haben sie inhaltlich doch Recht.

So ganz stimmt das nicht.

Also der Haftungsausschluss steht in jeder mir bekannten Freien Lizenz.

Aber es gibt durchaus Unterschiede in der Release-Politik. Die Einen
veröffentlichen alles, was baut und evt. noch startet. Andere testen
zunächst zumindest die wichtigsten Funktionen und meist auch viel mehr.

Diese Qualitätsunterschiede hat man auch bei proprietärer Software.
Manches ist "Bananen"-Software ("Reift beim Anwender"), anderes genügt
wirklich professionellen Ansprüchen.

Bei einer Software, die hauptsächlich von Personen genutzt wird, denen
man vertiefte EDV-Kenntnisse nicht ohne Weiteres unterstellen darf,
scheint mir die Notwendigkeit einer intensiveren Qualitätskontrolle
evident zu sein (eine Meinung, die wohl keine allgemeine ist).

Hinzu kommt noch folgendes: LibreOffice bemüht sich zwar mit einer stark
gestuften Angabe dem Nutzer Klarheit über die "Reife" des jeweiligen
Releases zu geben. Allerdings hat das wohl nicht zur Folge, dass die
Distributionen nur "reifere" Releases einbauen - und einige Anwender
sind leider nicht imstande, die Distributionsversion gegen eine andere
zu tauschen.

Gruß
Michael



Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo,

 David Paenson schrieb:
> Die LO-Leute meinten dazu, Bugs können ja 
> mal passieren,
> es wäre aber nicht so schlimm, denn mit einem späteren 
> Release würden sie
> ja behoben. Das finde ich nach wie vor unverantwortlich. 

"unverantwortlich"?
Dann solltest Du grundsätzlich eher keine Freie Software benutzen, denn das es für
freie Software keinerlei Haftung für Fehler gibt, steht in faktisch jeder Lizenz.
Mag sein das vielleicht die Wortwahl einiger Entwickler nicht die Beste war, nur
haben sie inhaltlich doch Recht. 
Genauso hättest Du Recht wenn Du Dich für Dich selbst entscheidest das Dir
Software zu solchen Lizenzbedingungen zu unsicher ist, dann meide sie einfach.

Treffe ich damit eine Negativaussage über Freie Software?
Nein, im Gegenteil gefällt mir die Ehrlichkeit das bei freier Software so offen
mit der Situation umgegangen wird, denn als normaler Endnutzer bekomme ich bei
propritärer Software möglicherweise blumige Versprechungen aber die Chance diese
durchgesetzt zu bekommen stehen ziemlich schlecht.



Gruß
Jörg


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Re: Kurze Info

Posted by David Paenson <da...@googlemail.com>.
Mmmh, jedenfalls hatte ich Easy Easy (Ubuntu-Derivat) 1.6 mit OOo 3.2
drauf. Und dann auf den Button Update geklickt, und statt 00o 3.3 hatte ich
auf einmal Easy Peasy 1.7 mit LO 3.4. Ich habe nicht so intensiv
recherchiert, aber es gelang mir jedenfalls nicht, dieses durch OO 3.3
wieder zu ersetzen. Habe dann schließlich 1.6 neu installiert. Mit LO hatte
ich *enorme* Probleme mit dem Korrekturmodus - er hat ganze markierte
Passagen gelöscht. Die LO-Leute meinten dazu, Bugs können ja mal passieren,
es wäre aber nicht so schlimm, denn mit einem späteren Release würden sie
ja behoben. Das finde ich nach wie vor unverantwortlich. An der TU
Darmstadt hatten sie, vor einigen Monaten zumindest, LO, und an meiner FH
in Frankfurt ebenfalls. Problem ist, dass die Computerfachleute der
DV-Abteilungen zwar Fachleute sind, aber selber diese
Textverarbeitungs-Software nie benutzen bzw. ohne die ganze Funktionalität
benutzen. "Hauptsache das System funktioniert", scheint ihr Motto zu sein.

2012/3/10 Christian Palm <ch...@web.de>

> Hallo,
>
> Am 10.03.2012 11:03, schrieb Jörg Schmidt:
>
>> Hallo,
>>
>>  Christian Palm schrieb:
>>
>>> ... denn OOo wurde unter Linux nie durch LO ersetzt,
>>>>
>>> da muss ich Dir ein kleines bisschen widersprechen.
>>>
>> Bitte, gerne
>>
>>  Kann
>>> natürlich genau
>>> an dieser einen Distribution, Ubuntu 11.0 (Derivat?), denn ...
>>>
>>
> Das ist doch auch Linux.
>
> Bei dem anderen mit lernen gebe ich Dir Recht.
>
> Gruß
> Christian
>
>
> ------------------------------**------------------------------**---------
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> incubator.apache.org <oo...@incubator.apache.org>Informationen:
> http://www.openoffice.org/de/
>
> To unsubscribe, e-mail: ooo-users-de-unsubscribe@**incubator.apache.org<oo...@incubator.apache.org>
> For additional commands, e-mail: ooo-users-de-help@incubator.**apache.org<oo...@incubator.apache.org>
>
>

Re: Kurze Info

Posted by Christian Palm <ch...@web.de>.
Hallo,

Am 10.03.2012 11:03, schrieb Jörg Schmidt:
> Hallo,
>
>   Christian Palm schrieb:
>>> ... denn OOo wurde unter Linux nie durch LO ersetzt,
>> da muss ich Dir ein kleines bisschen widersprechen.
> Bitte, gerne
>
>> Kann
>> natürlich genau
>> an dieser einen Distribution, Ubuntu 11.0 (Derivat?), denn ...

Das ist doch auch Linux.

Bei dem anderen mit lernen gebe ich Dir Recht.

Gruß
Christian

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Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo,

 Christian Palm schrieb:
> > ... denn OOo wurde unter Linux nie durch LO ersetzt,
> 
> da muss ich Dir ein kleines bisschen widersprechen. 

Bitte, gerne

> Kann 
> natürlich genau 
> an dieser einen Distribution, Ubuntu 11.0 (Derivat?), denn 
> darber habe 
> ich LO überhaupt direkt kennen gelernt. Im letzten Jahr und 
> darüber lief 
> LO für mich auch ok. Hatte vorher nur alle Jahre mal mit mit Linux zu 
> tun und komme aus der Windows - Welt und nur 6 Wochen Zeit zu 
> testen und 
> hätte Hilfe bekommen. Die Hilfe ging mit der so einfachen und 
> problemlosen Installation los. Einiges konnte ich damit lösen das es 
> Problem waren, die ich kannte.

Tja, nur was hat das mit Widerspruch zu dem was ich sagte zu tun?

> > Überhaupt kann OOo/AOO verdammt viel von der PR und 
> Öffentlichkeitsarbeit von LO
> > lernen, meine ich. Das LO hierbei so gut ist, sollte 
> OOo/AOO nicht schrecken,
> > sondern vielmehr sollte es Ansporn sein hier LO 
> nachzueifern oder es gar besser zu
> > machen.
> 
> Stimmt! Ich bin der Meinung einzelne Benutzer werden von der freien 
> Software durch solche PR Enttäuschungen abgeschreckt.

Ohne Umschweife:
Obige Aussagen von mir sollten die Öffentlichkeitsarbeit von LO als positiv,
richtig, etc. charakterisieren. Ich bin tatsächlich der Meinung das man davon
lernen kann.
(ja, es gibt auch Punkte von ich die PR-Arbeit von LO/TDF kritisieren würde oder
schon kritisiert habe, aber um die gings hier nicht sondern ums 'große Ganze')



In jedem Falle, wollte ich mit meinen Ausführungen nur auf einige tatsächliche
Fakten hinweisen, keinesfalls jedoch den Auftakt zu einer Diskussion geben, die
unter dem Titel steht 'warum ich LO nicht leiden kann' - Sorry.



Gruß
Jörg


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Re: Kurze Info

Posted by Christian Palm <ch...@web.de>.
Hallo,

Am 10.03.2012 10:15, schrieb Jörg Schmidt:
> Hallo Dave, *,
>
>   David Paenson schrieb:
>> Wäre schön, wenn sagen wir in ca.
>> einem Jahr die
>> Linux-Distributionen zumindest die Wahl bieten würden
>> zwischen beiden, und
>> bei updates nicht automatisch auf LO umsteigen.
> Ja, wäre schön, wird aber wohl nicht passieren so wie die Verhältnisse liegen.
>
> ... denn OOo wurde unter Linux nie durch LO ersetzt,

da muss ich Dir ein kleines bisschen widersprechen. Kann natürlich genau 
an dieser einen Distribution, Ubuntu 11.0 (Derivat?), denn darber habe 
ich LO überhaupt direkt kennen gelernt. Im letzten Jahr und darüber lief 
LO für mich auch ok. Hatte vorher nur alle Jahre mal mit mit Linux zu 
tun und komme aus der Windows - Welt und nur 6 Wochen Zeit zu testen und 
hätte Hilfe bekommen. Die Hilfe ging mit der so einfachen und 
problemlosen Installation los. Einiges konnte ich damit lösen das es 
Problem waren, die ich kannte.
> Aber um darauf zu verweisen wo OOo/AOO Reserven hat, denn ich bin fast sicher das
> man bei LO, in 'umgekehrter' Situation, oben genannte Fakten in positive PR fürs
> eigene Office verwandt hätte.

Nur die Reserven kommen jetzt erst raus und der Wechsel hat ja schon 
seit langer Zeit begonnen.

> Überhaupt kann OOo/AOO verdammt viel von der PR und Öffentlichkeitsarbeit von LO
> lernen, meine ich. Das LO hierbei so gut ist, sollte OOo/AOO nicht schrecken,
> sondern vielmehr sollte es Ansporn sein hier LO nachzueifern oder es gar besser zu
> machen.

Stimmt! Ich bin der Meinung einzelne Benutzer werden von der freien 
Software durch solche PR Enttäuschungen abgeschreckt.

Gruß
Christian

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Re: Kurze Info

Posted by Jörg Schmidt <jo...@j-m-schmidt.de>.
Hallo Dave, *,

 David Paenson schrieb:
> Wäre schön, wenn sagen wir in ca. 
> einem Jahr die
> Linux-Distributionen zumindest die Wahl bieten würden 
> zwischen beiden, und
> bei updates nicht automatisch auf LO umsteigen.

Ja, wäre schön, wird aber wohl nicht passieren so wie die Verhältnisse liegen.


Schade find ichs außerdem das es OOo/AOO nicht gelungen ist das die eigentliche
Situation public wird, denn OOo wurde unter Linux nie durch LO ersetzt, da unter
Linux schon seit Jahren zu fast 100% nur go-oo (http://go-oo.org/) im Einsatz war.

LO hat unter Linux also Nutzer gewonnen, OOo/AOO jedoch keine verloren 
(bzw. keine dadurch verloren das jetzt LO unter Linux default ist, denn OOo mag
auch unter Linux Nutzer verloren haben das sich das Interesse gemindert hat OOo
'manuell' nachzuinstallieren).

Warum ich das schreibe? Etwa um die allgemeine Lage für OOo/AOO bessser zu
zeichnen als sie derzeit ist?

Nein.

Aber um darauf zu verweisen wo OOo/AOO Reserven hat, denn ich bin fast sicher das
man bei LO, in 'umgekehrter' Situation, oben genannte Fakten in positive PR fürs
eigene Office verwandt hätte. 
Überhaupt kann OOo/AOO verdammt viel von der PR und Öffentlichkeitsarbeit von LO
lernen, meine ich. Das LO hierbei so gut ist, sollte OOo/AOO nicht schrecken,
sondern vielmehr sollte es Ansporn sein hier LO nachzueifern oder es gar besser zu
machen.

Mir ist die Wichtigkeit diees Themas erst kürzlich wiedere sehr deutlich geworden
als ich mich mit jemandem zum Esssen traf den ich als allgemeinen Fachmann für
freie und OpenSource Software sehe und der trotzdem zur Situation bei OOo/LO nur
recht verschwommene Vorstellungen hatte. 
Umso weniger kann man auf klare vorstellungen bei 'Normalnutzern' hoffen und
deswegen ist es eine, wie ich finde, immens wichtige Aufgabe, für jedes freie
Projekt, eine geignete Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.



Gruß
Jörg 


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Re: Kurze Info

Posted by David Paenson <da...@googlemail.com>.
Hallo Christian,

ich als Nichtprogrammierer aber sehr intensiver Nutzer und Trainer von
OpenOffice bin überzeugt, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast.
Es wird bestimmt ein steiniger Weg sein, OpenOffice wieder zu etablieren,
bin aber optimistisch. Wäre schön, wenn sagen wir in ca. einem Jahr die
Linux-Distributionen zumindest die Wahl bieten würden zwischen beiden, und
bei updates nicht automatisch auf LO umsteigen.

Best
Dave

2012/3/9 Christian Palm <ch...@web.de>

> Hallo,
>
> ich denke die mich kennen wissen das ich von OOo gekommen bin. Zu
> LibreOffice gewechselt, aber mehr als enttäuscht wieder zurück gekommen
> bin. Hoffe hier in der Liste denken wir mehr daran anderen zu helfen.
>
> Gruß
> Christian
>
> ------------------------------**------------------------------**---------
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